Gibt es noch ein „Wir“? …Und was es zu tun gibt, statt zu demonstrieren

Demonstrationen, Briefaktionen, Neuwahlen etc. können nichts verändern. Welche anderen Möglichkeiten gibt es - und mit wem ist der Wandel (nicht) zu machen?
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Immer mehr Menschen erkennen, dass etwas grundlegend schiefläuft. Es gibt immer mehr Demonstrationen und Aktionen, die z.B. Neuwahlen fordern, oder eine neue Verfassung für Deutschland, oder dass „die Macht vom Volke ausgeht“ und das Grundgesetz eingehalten werden solle.
Vielleicht würden Politiker dann zur Vernunft kommen und wir könnten zurückkehren zur alten Normalität.

Ich halte sowas aus vielen Gründen nicht so ganz für sinnvoll. Warum, habe ich u.a. hier beschrieben.

Weiterhin stellt sich die Frage: Wer ist denn „das Volk“ oder „wir“? Ich denke – diese vorgestellte Einheit gibt es so nicht.

Es gibt Menschen in jedem Land, jedem Volk, jeder Stadt und anderer Gemeinschaft, die ihrem Gewissen und ihrer Wahrhaftigkeit folgen – ihrer Seele, wenn man das so nennen will. Diejenigen, die Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen.
Andererseits gibt es Personen, die der Angst folgen – ihrem „Ego“. Diejenigen, die die Verantwortung für ihr eigenes Leben an andere abgeben, die ihnen sagen, was wahr sei und was sie zu tun hätten; oder die umgekehrt andere durch Zwang und Kontrolle beherrschen wollen.

Gerade in dieser Zeit (2021) wird immer deutlicher, dass diese verschiedenen Gruppen nicht an einem Strang ziehen.
Es wird ja immer schwieriger, mit Menschen überhaupt noch zu sprechen, die verschiedene Überzeugungen bezüglich einer gewissen Krankheit C… haben – und viele der Gemeinschaften, die ich in den letzten Jahren besucht habe, haben derzeit wachsende Probleme und fallen teils auseinander.

Gründe dafür liegen in den verschiedenen Grundüberzeugungen, Werten und Motivationen der jeweiligen Gruppen.
Hier eine etwas plakative… und vielleicht provokative 😉 …Zusammenfassung davon! (Mir ist natürlich klar, dass es auch Grauzonen dazwischen gibt…)

Warum ist es so schwierig, miteinander zu sprechen?

Personen der ersten Gruppe halten Krankheit für etwas Zufälliges, das von außen kommt (z.B. von einem Virus), und auf das sie selbst keinen Einfluss haben.
Aus Angst tauschen sie ihre Freiheit gegen eine Illusion der Sicherheit ein (durch Abstand, Masken, Tests, Impfungen, Ausgangssperren, Polizeikontrollen etc.) .
Sie übergeben der Regierung der Verantwortung für ihr Glück und ihre Gesundheit.
Sie denken, dass andere daran schuld sein könnten, wenn sie selbst krank werden und sterben – und umgekehrt.
Daher halten sie Nähe und freien Atem für gefährlich, unsolidarisch und unverantwortlich.
Sie glauben, dass Menschen ihrem Wesen nach schlecht seien und durch Erziehung, Zwang und Kontrolle dazu gebracht werden müsste, sich sozial zu verhalten.
Sie weichen meist offenen Gesprächen aus und reagieren mit wachsender Angst und Aggression auf Menschen der zweiten Gruppe.

Menschen der zweiten Gruppe übernehmen Selbstverantwortung für ihr Leben und erkennen, dass sie mit ihren eigenen Gedanken, Gefühlen, Worten und Taten ihr eigenes Glück und Leid erschaffen – dass sie also auch selbst verantwortlich für ihre Gesundheit sind.
Für sie ist Freiheit das höchste Gut.
Sie glauben, dass Menschen ihrem Wesen nach gut sind und höchstens durch Unwissenheit oder Angst zu zerstörerischem Verhalten gebracht werden.
Sie sind bereit, ihre Überzeugungen und ihr Verhalten zu verändern, um Glück und Gesundheit für sich selbst und andere zu erschaffen.

Das ist jetzt natürlich überspitzt dargestellt! Natürlich gibt es auch alle möglichen Vermischungen der beiden „Glaubenssysteme“.
Jeder mag für sich selbst prüfen, welche der genannten Überzeugungen auf ihn/sie zutreffen 🙂

Jedenfalls: Wie sollen die beiden Gruppen noch sinnvoll koexistieren?
Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass das noch lange gutgeht – und dass man beide Gruppen künstlich zusammenhalten kann oder sollte!

Die Welt wird nicht mehr zur vorherigen Normalität zurückkehren. Die Angst vor einem Virus wird dazu benutzt, um einen „Great Reset“ durchzuführen (Recherchetipp: Weltwirtschaftsforum / Great Reset). Durch Bargeldabschaffung und digitales Zentralbankgeld könnte sich eine totalüberwachte Diktatur entwickeln… wenn wir nicht handeln und eine echte Alternative aufbauen.

Die Herausforderung dabei ist: Eine lebenswerte Zukunft kann man offensichtlich nur mit Menschen gestalten, die Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen, die alte Gewohnheiten in Frage stellen und bereit sind, ihr Verhalten zu verändern.

Wir …ich meine damit ab jetzt Menschen der zweiten Gruppe… können nicht alle mitnehmen bzw. gegen ihren Willen mitschleifen.
Falls jetzt jemand denkt, das sei „intolerant“ oder ausschließend: Das ist es keineswegs! Toleranz für andere Sichtweisen ist natürlich sehr wichtig. Doch sie sollte aufhören, bevor sie in Untätigkeit oder stilles Dulden einer Diktatur umschlägt.
Ich beobachte, dass viele Menschen hierzulande (mich eingeschlossen) eher zu lange warten, bevor sie sich berechtigterweise wehren! Ich habe es oft genug in Gemeinschaften gesehen: Falsch verstandene Toleranz führt dazu, dass bestimmte Menschen Macht über den Rest einer Gemeinschaft ausüben: nämlich die, die am meisten oder lautesten reden, oder die am meisten andere beschuldigen oder manipulieren.
Das führt auf Dauer zum Zerfall einer Gemeinschaft und einer Diktatur der Opfer: Genau das geschieht jetzt in unserer Gesellschaft!

Es fängt mit Maskenzwang an, demnächst kommt dann die Impfpflicht… wohin soll das noch führen?
Nicht zu etwas, was ich unterstützen will.

Wie damit umgehen?

Achtung, jetzt kommt eine Idee, die euch vielleicht etwas seltsam vorkommen wird. Doch schaut einfach, was der Gedanke mit euch macht:
Wie wäre es mit einer räumlichen Trennung der beiden Gruppen? Zumindest zeitweise und natürlich freiwillig!

Ich sage nicht, dass das die einzige Lösung wäre, oder dass das auf Dauer so bleiben muss.
Doch offen gesagt: Veränderung innerhalb eines Systems von Veränderungsunwilligen bewirken zu wollen, halte ich für eine naive Illusion. Denn in Ämtern, Universitäten, Schulen, Banken, Versicherungen etc. sitzen ja größtenteils Personen der ersten Gruppe.

Eine räumliche Trennung würde die Möglichkeit schaffen, neue lebensförderliche Strukturen für freie Menschen aufzubauen – die innerhalb des bisherigen Systems unmöglich wären.
Viele Gemeinschaften und Dorfprojekte praktizieren so etwas bereits im kleinen Rahmen: Sie gestalten ihr Leben an ihrem Ort so, wie sie es für richtig halten, und pflegen weiterhin Kontakte zu Menschen in der Umgebung.
Zukünftige Dorfprojekte und Gemeinden (oder ganze Länder?), wo freie Menschen leben, könnten ebenso ihre eigenen Vorstellungen umsetzen. Und sie könnten später auch andere Menschen inspirieren, sich freiwillig anzuschließen. )

Was können wir also tun?

Jetzt könnte man einwenden: Wie soll das gehen? Damit solche Projekte funktionieren können, bräuchte man ja glatt ein eigenes Land mit einem eigenen Rechtssystem, welches echte Neuerungen ermöglicht.

Interessanterweise kenne ich allein in Deutschland schon zwei Initiativen, die diesen Ansatz verfolgen. (Eventuell gibt es noch mehr, wer weiß.)

Da gibt es den Großherzog Friedrich Maik, der interessante Pläne für Mecklenburg-Vorpommern hat. Was auf der Webseite steht, klingt durchaus lebensförderlich: Zinsfreies Geld, bedingungsloses Grundeinkommen und viele andere Reformen, die auf den ersten Blick sinnvoll klingen. Doch da ich erst vor kurzem davon erfahren habe, kann ich kaum einschätzen, wie ernst das zu nehmen ist. Wenn da jemand mehr Einblick hat, freue ich mich über Rückmeldungen.

Die andere Initiative kenne ich schon etwas länger: Das Königreich Deutschland, das 2012 als neuer Staat durch Sezession gegründet – mit eigenen Gesetzen und einem zinsfreien Geldsystem.

Falls dir jetzt Fragezeichen kommen: Dort sind keine Nazis oder „Reichsbürger“, und auch keine undemokratischen, gewaltbereiten oder „grundgesetzfeindlichen“ Menschen. Das Gegenteil von alledem trifft es eher. Ich mache ja selbst mit und habe in diesem Artikel schon mehr darüber geschrieben, wie ich zu meiner positiven Einschätzung komme.

Der Staat ist in diesem Fall kein Herrschaftssystem, sondern seine Aufgabe ist es, einen Rahmen zu schaffen, um allen Angehörigen ein Höchstmaß an Glück, Freiheit und Entwicklung zu ermöglichen. Es handelt sich um eine neue Staatsform mit umfassenden Möglichkeiten zur Mitbestimmung und Selbstverwaltung. Das alles ist in der Verfassung verankert.

Das Staatsgebiet des KRD ist derzeit noch klein, doch es gibt schon über 2000 Mitwirkende in ganz Deutschland. Die Ausweitung des Staatsgebietes kann nur freiwillig erfolgen, z.B. durch Zustiftung von Land für ein Dorfprojekt – oder indem eine Gemeinde in die Selbstverwaltung im Rechtsrahmen des Königreiches eintritt.

So wie es aussieht, halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass so etwas schon bald geschieht!

In Dorfprojekten und Gemeinden im Königreich würde sich vieles zum Positiven verändern.

Da sinnlose Auflagen, Steuern oder Beschränkungen wegfallen, wäre es einfacher möglich, z.B. sinnvolle dezentrale Energieerzeugungsmethoden zu verwenden, mit Naturmaterialien zu bauen, biologischen Anbau zu betreiben und vieles mehr – solche Projekte würden sogar gefördert.

An solchen Orten würde eine zinsfreie Währung genutzt, die Wachstumszwang beendet und eine Gemeinwohlwirtschaft ermöglicht, die auf Kooperation und Vertrauen basiert.
Diese Währung (E-Mark) wird jetzt schon aktiv genutzt und es gibt schon Lebensmittel, Haushaltsgeräte, Energiesysteme, Holz und vieles mehr für E-Mark: Schau gerne auf der Onlineplattform KadaRi nach. Damit können freidenkende Menschen ihre Bedürfnisse auch in Zukunft erfüllen – auch ohne Impfung und Totalüberwachung.
Im Rahmen des KRD wäre es auch möglich, echte Lernorte für Kinder zu gestalten, wo Kinder in Freiheit das lernen können, was sie wirklich zum Leben brauchen – z.B. mit dem Schetinin-Konzept.
In solchen Dorfprojekten und Gemeinden wird ein ganzheitliches Gesundheitswesen umgesetzt, das ein ureigenes Interesse an echter Gesundheit hat, statt Profitinteressen zu bedienen.

Damit das Ganze funktionieren kann, braucht es Menschen, die die neuen Strukturen nutzen… und auch Menschen, die mit Verantwortung für den Aufbau der neuen Strukturen übernehmen, Dorfprojekte gründen, Bürgermeister über die Möglichkeiten der Selbstverwaltung informieren oder sich selbst zur Wahl stellen.

Wenn du mehr erfahren willst, schreib mir gerne, oder schau dich in der FAQ des Königreiches um. Es gibt auch einen Info-Telegramkanal oder der Info-Chatgruppe. Videos findest du auf dem Youtube-Kanal des Königreiches – zum Beispiel diese Führung über das Staatsgebiet in Wittenberg.

Nun denn – was lösen diese Ideen in dir aus?
Nachdenklichkeit oder Ablehnung, Angst oder Interesse oder Inspiration? Warum?
Ich freue mich so oder so über konstruktive Rückmeldungen, Fragen, Ergänzungen und Kommentare!


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Auch Fragen und Anmerkungen sind herzlich willkommen -
in den Kommentaren, per Mail oder Facebook.

Herzensgrüße,
Manuela
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Manuela Kuhar

Manuela Kuhar

Dies ist ein Blog rund um gesellschaftlichen Wandel und Transformation. Er richtet sich an Gemeinschaftssuchende und -Gründer,
an Menschen, die Alternativen zu Vereinsamung, Leistungs- und Konsumwahn suchen;
sowie alle, die mit Herz und Hand positiven Wandel bewirken wollen.

Zu meinem Hintergrund: Ich habe einige Jahre lang als (Wissenschafts-) Journalistin gearbeitet. Seit einigen Jahren habe ich mich von vielen Systemstrukturen unabhängig gemacht, erforsche insbesondere Gemeinschaften und Ökodörfer als Vorreiter eines neuen menschlichen Miteinanders, und tue das, was meinen Werten und Überzeugungen entspricht.

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2 Antworten

  1. Immer mehr Menschen gehen diesen Weg. Auch ich informiere mich gerade zu KRD und bin bislang ziemlich begeistert. Alternativen bietet u.a. heike werding, dr. Klaus maurer (Autor von „die BRD GmbH). Wobei mir scheint das konigreich Deutschland die meisten fertigen Strukturen zu haben. Jedenfalls müssen mehr Menschen von solchen Möglichkeiten erfahren. Dann schwindet auch die Angst.

    1. Hallo Noemi, schön von dir zu hören!

      Ideen, wie man aus den alten Strukturen rauskommt, haben viele… doch was dann? Ich habe den Eindruck, dass das Königreich in vielerlei Hinsicht ein Vorreiter ist und wirklich positive Veränderung bringen kann. Nicht umsonst wird es in den Medien so diffamiert 😉

      Ich bleibe mal neugierig was geschieht…
      Viele Grüße!
      Manuela

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