Wie kann es weitergehen? – Möglichkeiten für neue Strukturen

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Heute geht es um zwei Initiativen, die lebensförderliche Strukturen erschaffen - z.B. ein neues Geldsystem, neue Entscheidungsstrukturen, eine gemeinwohlorientierte Verfassung und mehr.
Sonnenaufgang Weltraum Erde -Bild von Arek Socha auf Pixabay

Heute – und in folgenden Beiträgen – möchte ich euch Beispiele vorstellen, wie Menschen ganzheitliche, lebensförderliche Strukturen aufbauen. Es gibt so viele gute Nachrichten von Initiativen – die an einem neuen Geldsystem arbeiten; die neue Arten erproben, um miteinander zu leben, zu arbeiten und Entscheidungen zu treffen; und die sogar an einem neuen juristischen Rahmen arbeiten, der gemeinwohlförderlich ist statt finanziellen Interessen zu dienen.

Und das finde ich ermutigend! Denn es wird ja immer offensichtlicher, dass alte Strukturen nicht mehr funktionieren. Um Neues zu gestalten, brauchen wir mutige Menschen, die sich trauen, gegen den Strom zu schwimmen und „Ver-Rücktes“ zu denken und zu tun.
Ich denke, dass ein echter Wandel nur von Menschen kommen kann, die außerhalb des bestehenden Systems denken und handeln. Von Menschen, die viel mehr Möglichkeiten sehen und ausprobieren, als es die meisten derzeit tun.
Und in den letzten Monaten durfte ich ganz verschiedene unkonventionelle Menschen und Projekte kennenlernen!
Heute stelle ich euch zwei spannende Initiativen vor: Die Artabana und das Königreich Deutschland.

Artabana: Solidargemeinschaft statt Krankenversicherung

Tadaaa – seit Neuestem bin ich tatsächlich nicht mehr Mitglied in einer normalen Krankenversicherung!
Stattdessen bin ich in die Artabana eingetreten: Das ist eine Solidargemeinschaft von mehreren Tausend Menschen, die sich gegenseitig beim Gesundbleiben unterstützen. Und im Fall, dass doch jemand krank wird, werden sämtliche Heilbehandlungen finanziell übernommen, die für diesen Menschen sinnvoll sind.

Die Artabana ist ein großes Netzwerk von bewussten und kompetenten Menschen – und es finden regelmäßig persönliche Treffen statt. In der Tat sind die persönlichen Verbindungen die Grundlage der Artabana-Gemeinschaft – und ich bin jetzt schon begeistert von den Menschen, die ich schon kennenlernen durfte!
Und abgesehen davon gibt es in dem Rahmen auch andere Initiativen, z.B. ArtaGrund – um ein Grundeinkommen für Menschen zu organisieren, die in akuter finanzieller Not sind.

Wie wird man Mitglied bei der Artabana?

Es gibt in vielen größeren und kleineren Städten Ortsgruppen; eine Liste gibt es hier. Die Ortsgruppen treffen sich meist monatlich persönlich, und es gibt die Regel, dass man dreimal bei einem Treffen dabei sein sollte, bevor man als neues Mitglied beitritt.
Und der monatliche finanzielle Beitrag ist in den meisten Ortsgruppen flexibel anpassbar.

Ist die Artabana offiziell als Alternative zur Krankenversicherung anerkannt?

Nein. Viele Mitglieder der Artabana sind weiterhin zusätzlich in der „normalen“ Krankenversicherung. Doch wo ein Wille ist, gibt es einen Weg, um aus der Krankenversicherung rauszukommen!
Ich habe mich dafür erstmal aus Deutschland abgemeldet und „kein fester Wohnsitz“ in meinen Pass eintragen lassen. Das konnte ich relativ einfach machen, da ich freiberuflich selbständig bin und die angemeldete Tätigkeit (Texte, Lektorat) ortsunabhängig ist.
Danach habe ich meine Krankenversicherung gekündigt und musste dafür nur noch eine Auslandskrankenversicherung vorweisen. Fertig!

Es gibt auch andere Möglichkeiten. Wenn man z.B. ganz neu eine Selbständigkeit beginnt, hat man meines Wissens nach die Wahl, ob man einer KV freiwillig beitritt oder nicht.

Wenn du mehr wissen möchtest, kannst du mir gerne schreiben – oder dich auf der Homepage der Artabana umschauen.

Und jetzt kommt die zweite Initiative, die ich euch heute vorstellen möchte. Haltet euch fest…

Das Königreich Deutschland

…ist ein ganzheitlicher Ansatz zum Systemwechsel: Einen neuer Staat mit einer gemeinwohlorientierten Verfassung und mit einem eigenen, zinsfreien Geldsystem.
Wer dem KRD angehört, unterliegt nicht den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland, sondern der Verfassung des Königreichs.
Und das funktioniert: Im Rahmen des KRD finden zum Beispiel Veranstaltungen statt, ohne eine Genehmigung einer „normalen“ Behörde zu brauchen. Auf dem Staatsgebiet in Reinsdorf war ich letztens auf einer Messe, bei der Hunderte Besucher waren und die problemlos ohne Maskenpflicht oder andere Corona-Maßnahmen ablief.

Gemeinwohl-Unternehmer können im Rahmen des KRD ohne Steuern oder irgendwelche bürokratischen Erklärungen arbeiten – auch wenn sie irgendwoanders wohnen. Es gibt auch eine eigene Gesundheitskasse, die ebenso wie die Artabana für alle sinnvollen Heilbehandlungen aufkommt. Und hier werden Möglichkeiten geschaffen, Kinder frei aufwachsen zu lassen – ohne Schulanwesenheitspflicht, Impfpflicht oder ähnliches!

Das kann doch gar nicht sein, sagt ihr jetzt vielleicht – und wenn, dann wär’s illegal ?! 

Der Eindruck kann leicht entstehen. Dass das KRD von den Medien völlig verrissen wird und dass es schon diverse Probleme mit der Polizei gab, ist leider wahr. Doch offenbar bewegt sich alles in einem offiziell legalen Rahmen. Und ich kenne ja nun Menschen, die im Rahmen vom Königreich leben und arbeiten… und habe bisher den Eindruck gewonnen: All das Beschriebene kann funktionieren. Es gibt mittlerweile einige ‚zig Unternehmer, die im rechtlichen Rahmen der KRD wirtschaften, und seit ca. 7 Jahren haben diese keine Probleme mit dem Finanzamt oder der Polizei gehabt.

Klingt ja interessant. Und wie sieht das Ganze in der Praxis aus, kann das wirklich eine Alternative sein?
Gute Frage! Ich werde Näheres herausfinden und berichten 🙂
Und wenn dich das nun interessiert, informiere dich einfach selbst: Am 17.10. gibt es in Reinsdorf – also auf dem Staatsgebiet des KRD – einen Tag der offenen Tür (vielleicht sehen wir uns dort?) und Mitte November ein Unternehmerseminar, bei dem man vor Ort oder online mitmachen kann.


Und noch ein Filmtipp: Thrive / Gedeihen

Kennst du schon den Film „Thrive“? Auf Deutsch: „Gedeihen“. Dieser Film zeigt die unendlichen Möglichkeiten, die uns umgeben und die im Alltag dann doch oft nicht so offensichtlich sind… Möglichkeiten, wie wir auf eine ganz andere Weise leben können.
Auf der Webseite gibt es den Film in verschiedenen Sprachen. Und für die, die den ersten Teil schon gesehen haben, gibt es jetzt auch noch einen zweiten Teil.

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Auch Fragen und Anmerkungen sind herzlich willkommen -
in den Kommentaren, per Mail oder Facebook.

Herzensgrüße,
Manuela
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Manuela Kuhar

Manuela Kuhar

Dies ist ein Blog für Gemeinschaftssuchende und -Gründer;
für Menschen, die Alternativen zu Vereinsamung, Leistungs- und Konsumwahn suchen;
sowie alle, die mit Herz und Hand positiven Wandel bewirken wollen…

Zu meinem Hintergrund: Ich habe einige Jahre lang als (Wissenschafts-) Journalistin gearbeitet. Mittlerweile habe ich mich von vielen Systemstrukturen unabhängig gemacht und mache nur noch das, was meinen Werten und Überzeugungen entspricht.

Seit Mitte 2018 habe ich viele verschiedene Gemeinschaften, Ökodörfer und andere spannende gemeinschaftliche Projekte in Deutschland besucht.

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