Verantwortung in Corona-Zeiten: Ist Abstand solidarisch?

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Was glaubst du über Gesundheit, Corona etc., und welche Folgen hat das? Was ist es, was uns wirklich krank macht - und was erhält uns gesund und lebendig?
gemeinsam

In diesem Beitrag geht es _nicht_ darum, wie man welche Corona-Statistiken interpretieren sollte, wer recht oder unrecht hätte, oder welche bösen Mächte schuld am Zustand der Welt wären 😛 Denn für jede Weltsicht kann man genügend „Beweise“ finden, die zeigen, dass man selbst recht hätte und andere unrecht…
Also geht es hier um etwas anderes: Welche Folgen hat es für deine Gesundheit und dein Leben, wenn du bestimmte Dinge glaubst?

Nun denn!
Derzeit hören und lesen wir oft, dass es gesundheitsförderlich sei, Abstand zu anderen Menschen zu halten. Es sei gefährlich, von anderen berührt oder angeatmet zu werden; es sei unsolidarisch und verantwortungslos, anderen zu nahe zu kommen, zu umarmen oder gar gemeinsam zu feiern.

Ein Gedankenexperiment:

Welche Folgen hätte es, wenn ich das glauben würde?

Ich würde mich sozial isolieren, keine Freunde mehr treffen oder gar gemeinsam tanzen oder feiern, würde meiner Beschäftigung nicht mehr nachgehen, ich würde Kindern aus dem Weg gehen und eigene Kinder von anderen fernhalten. Das würde meine Lebensqualität und Lebensfreude massiv einschränken, und Kinder in ihrer natürlichen Entwicklung behindern und traumatisieren.
Außerdem hätte ich Angst vor Kontakt und Berührung, würde mich zu Hause einigeln, mich vielleicht in Alkohol oder Zucker oder andere Drogen flüchten, würde mich in Einsamkeit und Depression verlieren.
Das wäre ein traumatischer Dauerstress, der meinen Körper und meinen Geist massiv schwächen würde: Mein Immunsystem würde heruntergefahren und ich würde anfällig für allerlei Krankheiten – auch für die, die gerade als Corona bekannt ist.

Sind andere schuld, wenn du krank wirst?

Was hätte es für Folgen, wenn ich glauben würde, dass andere an meiner Gesundheit oder Krankheit schuld seien?
Dann würde ich mir selbst keine Macht über meine Gesundheit zutrauen. Ich würde mich für ohnmächtig halten.
Und diese Ohnmacht hätte Vorteile: Denn dann müsste ich nichts an meinem Leben verändern, um mich gesund zu erhalten. Ich könnte weitermachen wie bisher und auf Rettung durch die Regierung oder Impfungen warten. Und ich müsste mich nicht damit beschäftigen, was ich tun könnte, um meine Gesundheit selber zu erhalten.

Statt dessen könnte ich von anderen verlangen, dass sie meinetwegen ihre Lebensfreude und Gesundheit einschränken sollen – sogar Kinder. In dieser Opferhaltung dürfte ich mich im moralischen Recht fühlen, und diese Forderungen als „“solidarisch“ und „verantwortlich“ bezeichnen.

Und die Medien würden mich darin bestärken, denn derzeit lautet deren Mantra: Abstandhalten sei solidarisch.

Diese Perversion erinnert mich an das Buch „1984“. In diesem Roman (der niemals Fiktion war) werden Menschen dazu gebracht, unsinnige Widersprüche zu glauben: Krieg sei Frieden, Kontrolle sei Freiheit.
Und heute heißt es: Abstandhalten sei Solidarität, blinder Gehorsam sei Verantwortung.

Das Ganze erinnert mich auch stark an die katholische Vorstellung der Erbsünde: Der Körper und der Atem sei schmutzig, böse und gefährlich. Andere könnten daran schuld sein, wenn ich krank würde; und ich oder meine Kinder könnten daran schuld sein, wenn andere krank würden, leiden und sterben. Die körperliche Anwesenheit an sich sei eine Gefahr für andere.

Wie geht es dir damit, wenn du so etwas glaubst?
Willst du lebendig sein? Oder willst du weiter halb tot durch die Welt gehen, gelähmt vor Misstrauen und Angst?

Was soll man denn sonst glauben?

Willst du vielleicht daran glauben, dass böse Mächte das Ganze eingefädelt hätten, um die Menschheit zu reduzieren? Mit Hilfe von 5G oder Impfungen oder Chemtrails oder sonstwas? Oder dass die Coronakrise ein großer Beschiss wäre, um eine Diktatur aufzubauen, die von der Bevölkerung leicht akzeptiert wird? Oder, oder, oder…
Nun… letzteres halte ich persönlich für sehr wahrscheinlich 😛 …Doch wie gesagt, es geht hier gar nicht darum, was wahr sei oder nicht, sondern welche Folgen es haben kann, wenn du bestimmte Dinge glaubst.

Und wenn ich glauben würde, dass böse Mächte die Alleinschuld am Zustand der Welt hätten – dann würde ich mich ziemlich ohnmächtig fühlen, und das würde Dauerstress, Misstrauen und lähmende Angst hervorrufen.
Also: Die Situation so zu sehen, ist auch nicht wirklich gesund oder hilfreich! Was können wir also sonst tun oder glauben?

Welche Gedanken erhalten uns gesund?

Ich glaube, bzw. es ist meine Erfahrung, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, sich selbst bis ins hohe Alter gesund zu erhalten.

Und gleichzeitig bin ich mir bewusst, dass es viele äußere Einflüsse gibt, die uns krank machen können: Schlechte Ernährung, Umweltgifte, Stress, Viren, mangelnde soziale Einbindung, Armut, und viele mehr. Deswegen fällt Gesundheit nicht vom Himmel. Und jeder Mensch kann selbst dafür Verantwortung übernehmen: Ernährung, Bewegung, bewusste Atmung, Meditation und vieles andere kann uns gesund erhalten.

Gleichzeitig ist mir bewusst, dass es für viele Menschen schwierig bis unerreichbar erscheint, sich selbst gesund zu erhalten – wegen ihrer Vorerkrankungen oder wegen schwieriger Lebensumstände.
Echtes Mitgefühl bzw. Solidarität mit kranken, alten und hilfsbedürftigen Menschen besteht natürlich nicht im Abstandhalten! …sondern darin, sie zu unterstützen: mit einem leichteren Zugang zu gesunder Ernährung, durch Entspannung und sinnerfüllte Beschäftigung, durch Unterstützung bei der Kinderbetreuung, mit Wertschätzung, offenen Ohren und liebevoller Berührung…
Das wäre wahre Solidarität und wahre Verantwortung.

Mein Wunsch ist, dass diese Erkenntnis sich in der Gesellschaft ausbreitet.
Ich möchte in einer Gesellschaft leben, in der jede*r die Möglichkeit hat, das eigene Leben frei, selbstbestimmt, gesund und freudig zu gestalten, und in der wir uns als verantwortlicher Teil der Natur begreifen.
Und wenn genug Menschen „aufwachen“ und eine starke Vision dessen entwickeln, können wir diese Gesellschaft gestalten.

In welcher Welt möchtest du leben?

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Auch Fragen und Anmerkungen sind herzlich willkommen -
in den Kommentaren, per Mail oder Facebook.

Herzensgrüße,
Manuela
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Manuela Kuhar

Manuela Kuhar

Dies ist ein Blog für Gemeinschaftssuchende und -Gründer;
für Menschen, die Alternativen zu Vereinsamung, Leistungs- und Konsumwahn suchen;
sowie alle, die mit Herz und Hand positiven Wandel bewirken wollen…

Zu meinem Hintergrund: Ich habe einige Jahre lang als (Wissenschafts-) Journalistin gearbeitet. Mittlerweile habe ich mich von vielen Systemstrukturen unabhängig gemacht und mache nur noch das, was meinen Werten und Überzeugungen entspricht.

Seit Mitte 2018 habe ich viele verschiedene Gemeinschaften, Ökodörfer und andere spannende gemeinschaftliche Projekte in Deutschland besucht.

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Ganz vielen Dank!

Ein Kommentar

  • Soooooo wahr! Danke für das Finden und Ausformulierten dieser Zusammenhänge!

    Antworten

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